Es gibt da etwas, wovor du Angst hast. Es ist groß und bedrohlich und unüberwindlich. Und es ist immer da! Es soll weg. Aber es ist immer da. Du würdest alles tun, damit du es endgültig besiegst und es aus deinem Leben vertreibst. Aber es ist immer da. Je mehr du es bekämpfst, desto stärker und machtvoller scheint es zu werden. Und es schreit. Es schreit so laut! Hörst du, was es schreit?
Hör kurz auf zu kämpfen. Einen Augenblick nur. Hier, lausche. Hörst du, was es schreit? Je mehr du lauschst, je offener du zuhörst, desto mehr wird der Schrei zu einem flehenden Flüstern: „Hör mir zu! Bitte! Hör mich an!“ … Wenn du es nun fragst, was es will, und es geduldig reden lässt, dann wird es sagen: „Ich will dich beschützen!“
Und plötzlich erkennst du in dem Monster, das weg sollte, einen Beschützer aus früherer Zeit. Einen Gefährten, einen Lebensretter gar. Und weil er dir damals geholfen hat, war er sicher, dass du ihn auch jetzt noch brauchst. Er verstand nicht, dass er zu etwas geworden war, das jetzt nicht mehr hilft. Etwas, das jetzt weg soll. Da umarmst du ihn in aufrechter Dankbarkeit für das, was er damals für dich getan hatte. Dafür, dass er dich in früherer Zeit beschützt hat. Du zeigst ihm, dass du nun stark genug bist, um dich selbst zu beschützen. Und der Beschützer früherer Zeit, der zu etwas geworden war, das jetzt unbedingt weg soll, wird sich aufrichtig für dich freuen. Und mit dieser Erkenntnis schickst du den Beschützer früherer Zeit voller Dankbarkeit fort. Und er lässt dich voller Zuversicht los und geht. Ohne einen Kampf, der schwächt und schmerzt und anstrengt, sondern durch Zuhören, Anerkennung und Dankbarkeit bist du frei.
