Romance-Bilder

Inspiriert von den „Romance Cards“ aus der Witcher Computerspielreihe habe ich 2015 begonnen, meine Larp-Charaktere in ähnlicher Weise zu verewigen. Hierbei zählen alle Charaktere, die ich gespielt habe: Cons (ein Wochenende), Kampanien (mehrere Veranstaltungen), Tavernen (Abendveranstaltung), NSC (gestellte Rolle), Zweitcharaktere (kurzes Auftauchen), Online-Larp (Abendveranstaltung) und auch Theater (Bühnenveranstaltung).

Stockbrotschlangen 2021

Halloween 2021 war ich bei einer Party, bei der „gruseliges Essen“ mitgebracht werden sollte. Kurze Zeit zuvor hatte ich feststellen dürfen, dass die „Sonntagsbrötchen“ von Knack und Back sich hervorragend als Stockbrot eignen. Von da aus entwickelten sich die Stockbrotschlangen.

Um die Schlangen herzustellen habe ich mir die vorbereiteten Fertigbrötchen und ein paar Zutaten (Pinienkerne, Schokolinsen, Schokoladenraspeln, Käse, Kräutersalz) geholt und alles vorbereitet. Natürlich kann man das auch mit selbstgemachten Stockbrotteig machen. Die einzelnen Teigportionen rollte ich zu Schnüren und schnitt sie an einem Ende ein. Das würde der Mund werden. Dort drückte ich zwei Pinienkerne als Zähne hinein und zwei Schokolinsen als Augen. Dann rollte ich die Schlange in ihren Schuppen: Schokoladenraspeln für süß, Käse für herzhaft, Kräutersalz für würzig und nichts für Natur. Hierbei war mir wichtig, dass die Geschmacksrichtungen etwas unterschiedlich sind, aber auch gut im Teig halten, ohne zu tropfen oder abzugehen. Bestimmt gibt es da noch andere Dinge, die als „Schuppen“ geeignet sind.

Als nächstes legte ich die Schlangen in ein „Schlangennest„. Dafür nahm ich zwei Auflaufformen, die ich übereinander stapelte. Zwischen ihnen waren Kühlakkus, damit den Schlangen nicht zu warm wurde. Denn Wärme ließ den Teig verlaufen und dann wäre es nur noch eine gigantische Masse gewesen. Durch die Kühlakkus hielten die Schlangen weitestgehend ihre Form, wobei sie sich etwas zusammenzogen und so an Länge verloren. Trotzdem habe ich die Schlangen weitestgehend zu ihren jeweiligen Geschmacksrichtungen gelegt, da die „Schuppen“ durchs beeinanderliegen sich natürlich etwas austauschten.

Auf der Party konnten die Schlangen um einen Stock gewickelt und problemlos über dem Feuer gebacken werden, wie es für Stockbrot üblich ist. Es lohnte sich aber, sie vor dem Aufwickeln nochmal etwas in die Länge zu ziehen, da sich der Teig durchaus etwas zusammengezogen hatte. Später wurden die restlichen Schlangen (ich hatte etwas zu viele mitgebracht für eine Feier, bei der jeder was zu Essen mitgebracht hat) auf ein Backblech getan und ganz normal im Ofen gebacken. Auch so schmeckten sie.

„Mini-Schwinge“

Nachdem mein Mann und ich unserem Umfeld unsere Schwangerschaft verkündet hatten, gratulierte uns ein befreundeter Larper herzlich zu unserer „Mini-Schwinge„. Mein Mann nahm das sofort auf und erklärte, dass wir nun gleich damit beginnen sollten, die Rüstung zu bauen. Und in meinem Gehirn begann es zu arbeiten. Eine Plastikrüstung, wie wir sie haben, das sei doch noch etwas früh … aber … man könnte ja eine nähen! Für ein Baby! Dann überlegte ich weiter und stellte fest, dass es sinnvoll sei, die Rüstung in der Größe zu schneidern, wenn das Kind beginnt, laufen zu lernen, weil es dann ja auch gleich gepolstert ist. Also besorgte ich mir bei Cut&Sew ein Babyoutfit in Größe 80, extrahierte daraus ein Schnittmuster und arbeitete dann an meiner Mini-Schwingenrüstung. Ich finde, sie ist erstaunlich gut gelungen und ich vermutlich wird es ein Schwingen-Familien-Schooting geben, wenn die Rüstung unserem Kind passt.

Die Rüstung besteht aus einer „Lederklamotte“ aus schwarzem Jersey und einer gräulichen Rüstung. Die Unterklamotte umfasst einen schwarzen Body und eine schwarze Hose, sowie Handschuhe und Strümpfe. Die Rüstung hat einen Torso mit dem Logo, zwei Beinteile, zwei Unterarmschützer und zwei Oberarmschützer. Der Helm teilt sich in eine Mütze und ein Lätzchen. Alle Rüstungsteile sind innen mit schwarzem Jersey gefüttert. Zusätzlich sind sie mit Wattefließ gefüttert. An manchen Stellen ist das Fließ doppelt, um eine Höhenabstufung zu erreichen, Zusätzlich wurde die Rüstung partiell mit Bleiche bearbeitet, um den Rosteffekt der Originale nachzustellen. Sowohl im Aufbau als auch im Design habe ich versucht, mich sehr an die originalen Rüstungen zu halten.

Da ich es als eine ziemliche Verschwendung empfand, die ikonische Minischwinge – von der kurzen Zeitspanne des Tragens abgesehen – im Schrank versauern zu lassen, fertigte ich kurzerhand aus dem gleichen Schnittmuster eine Puppe in der passenden Größe an. Nun hat diese Familie eine Schwingenpuppe ;).

„Halbplastik“

Angelehnt an meine ständig wachsende Bilderreihe der „drei Bilder“ wünschte sich eine Freundin von mir eine Halbplastik zum Thema „Alice im Wunderland„. Da ich meinen Gewohnheiten aber nicht ganz abschwören kann, bot ich ihr stattdessen drei Halbplastiken ihrer Wahl an. Sie wählte zusätzlich „Der Zauberer von Oz“ und „Harley Quinn„. Dies seien drei weibliche Heroinen der Popkultur, die für sie besonders ansprechend seien.

Bei Alice bot sich als plastischer Teil der Rock an. Dafür schnitt ich ein Stück Stoff zurecht und bearbeitete es mit Stoffhärter.

Bei Dotothy vom Zauberer von Oz entschied ich mich dazu, Glindas „Seifenblase“ mit einer halben Plastikkugel darzustellen.

Und für Harley besorgte ich mir ihren Baseballschläger. Durch „Suicide Squad“ hatte sich um diese Figur ja ein Merge entwickelt, bei dem auch ein Stift in genau der passenden Größe dabei war.

„Der Willmuss“

Im Rahmen meiner frühen therapeutischen Tätigkeit fiel mir auf, wie häufig Menschen sich selbst mit der Aussage „Ich muss …“ unter Druck setzen. In solchen Situationen macht es hier Sinn, die Absolutheit dieser Formulierungen zu hinterfragen. Und die Formulierung teilweise mit „Ich will“ oder „Ich möchte“ zu ersetzen. Allerdings stieß ich – sowohl im Außen als auch bei mir – auf Dinge, die einem intensiven inneren Drang entspringen. Eine Art Müssen, die intern motiviert ist. Um diese Form von dem belastenden „Ich muss“ zu unterscheiden, begann ich manchmal mit einem Augenzwinkern zu sagen: „Der Willmuss ist das einzige Müssen, das hier Raum hat.“ Dadurch entwickelte sich bei mir nach und nach „Der Willmuss“. Eine kleine innere Instanz aus der Familie der Impulse, die das Wollen und das Müssen auf potentialsträchtigste Weise miteinander vereint. Ein Wollen, das so intensiv und definierend geworden ist, dass es zur Notwendigkeit geworden ist. Aber nicht als Belastung, sondern als Motivation.

So entstand der Willmuss. Aus dem Willmuss entwickelte sich ein ganzer Komplex aus „Impulsen“, die schließlich in einer kleinen Geschichte Ausdruck fand. Diese Geschichte wartet jetzt in meiner Schublade auf den Moment, dar sie endlich zu einem kleinen, illustrierten „Therapiebüchlein“ wird. Nach dem Vorbild von „Der Seelenvogel“ oder „Mein schwarzer Hund„.

Und da ich fürchte, dass die Geschichte noch ein bisschen warten muss, möchte ich die „Impulse“ in diesem Rahmen schon mal mit ihren aktuellen Illustrationen ein bisschen vorstellen:

Der Brauche

„Er schlüpfte aus dem ersten Schrei des Säuglings, geboren aus dem drängenden Wunsch zu leben. Mit tränenfeuchten, großen Knopfaugen blickt er aus seinem pummligen Körper hinaus in die Welt. Seine Pauspacken und sein bunten, lockiges Fell lassen ihn gar niedlich und bedürftig erscheinen, sodass man ihm gerne etwas Gutes tut. Öffnet er jedoch seinen kleinen Schmollmund, so entschlüpft ihm ein Brüllen. Ein Brüllen, dass drängend und ungeduldig ist und direkt. Und nährt sich ihm das Begehrte, dann greift sein dreigliedriger Schweif danach
und lässt es nimmer mehr gehen.“ 

Der Will

Der Wollen erwuchs aus der ersten Begierde. Die stechenden Augen über seiner schmalen Schnauze brennen vor Verlangen und die scharfen Krallen seines schlanken, sechsfüßigen Leibes sind bereit für den Kampf. Sein spitzer Schrei geht durch Mark und Bein. Er klingt fordernd und ist gespeist con der unbändigen Sorge, zu kurz zu kommen. Dieser Schrei erinnert an einen Angriff. Dieser Impuls ist stets bereit, seine hohen Ziele zu erreichen.

Der Sollte

Auch gibt es den Sollte. Sein träger, dicker Körper behindert jede Bewegung und seine müden Augen blicken traurig in die Welt. Sein Rufen klingt stets wie ein erstickter Seufzer und wann immer er ihn tut, scheinen die harten Hornplatten auf seinem Rücken schwerer zu werden. Geboren ward er durch die äußeren Moralien, die seine vier hängenden Ohren gar gut entfangen und halten.

Der Kann

„Die langen, sensiblen Schnurrhaare des Kann sind gar trefflich, um seine Nische zu finden. Und die kräftigen Beine seines muskulösen Körpers tragen ihn überall hin. Geboren ward dieser Impuls aus dem ersten Trotz. Er ist in jeder seiner Bewegungen stolz und kontrolliert. Er ist der Bruder des Wollen und gemeinsam können sie die Feuer des Trotzes entzünden und die Welt neu erschaffen. Doch zu welchem Preis?“

Der Wünschte

„Der Wunsch ist ein sanfter, gar unscheinbarer Impuls. Seine Augen sind zumeist geschlossen und seine Schnurrhaare vibrieren zu einer unhörbaren Melodie. Er ist geboren aus der reinen Demut und ist stets zurückhaltend, brav und vertrauensvoll. Er kuschelt sich gerne hinein in sein weiches, flauschiges Fell aus weiß-silbriger Wolle. Seine kurzen Beine tragen ihn nicht. Und will er sich bewegen, so öffnet er seine tiefen, traurigen Augen. Aus ihnen spricht eine so tiefe und rührende Sehnsucht, dass er getragen wird wo immer er hin will.“

Der Muss

Der Muss entstand aus den ersten Regeln und Pflichten des Menschen. Regeln, die vom Außen herangereicht wurden an des Herzens Landschaft. Seine langen, schwarzen Haare fließen wie Teer über den Boden und machen jede Bewegung schwer. Seine schlaffen Ohren hängen schlapp hinunter und hören doch jedes auferlegte Wort. Dieser Impuls ist gar kräftig und trotz seines schweren Fells vermag er sich unerbittlich voran zu quälen. Was bleibt ihm auch? Denn seine vom filzigen Fell verborgenen Beine haben keine Knie und so kann er sich keine Pause gönnen. Zugleich ist dieser Impuls stets am Plappern und am Murmeln und ist nicht einen Augenblick lang still. Es ist ermüdend ihm zu lauschen. Denn er ist der Lauteste von allen und sein gemurmelter Schrei ist treibend und drängend.

Der Darf

„Der Darf ist ein gar misstrauischer und scheuer Impuls. Seine großen, runden Ohren und die scharfen Knopfaugen eigenen gar trefflich, um Dinge von Außen wahr zu nehmen. Seine zierlichen Pfötchen sind hervorragend dafür, sich vorsichtig voran zu tasten. Und jegliche Bewegung, die er tut, tut er ausnahmslos mit der Erlaubnis anderer.“

Der Willmuss

Der Willmuss ist ein gar possierliches Tierchen. Sein warmes Fell ist so weich wie Wattewolken und trägt auf dem Rücken ein lächelndes Gesicht als Muster. Das Fell ist dicht genug, um den Willmuss zu schützen und weich genug, dass man ihm etwas Gutes tun möchte. Sein rundlicher Kopf beherbergt neugierige Knopfaugen, eine Stupsnase und einen Mund, der ein ansteckendes Lächeln zu tragen scheint. Sein schnurrendes Maunzen ist nicht fordernd noch drängend, aber fest entschlossen in sich. Seine runden Ohren hören nur Gutes und wandeln jedes böses Wort in verdecktes Wohlwollen. Sein kuschliger Körper verbirgt eine immense Kraft und seine tappsigen Pranken verfügen über eine erstaunliche Anmut. Geboren ward dieser Impuls aus der Reinheit des Seins. Aus dem Gefühl von Richtigkeit und Entwicklung. Und alles an diesem Impuls spricht von einem untrüglichen Vertrauen in das Gute in der Welt.


Und hier das vollständige Manuskript über den Willmuss und die Impulse:

Der Willmuss

Tief in uns Menschen, auf den geheimen Landschaften unserer Herzen, leben die Impulse. Diese Impulse prägen unsere Denkmuster und Motivationen. Und formen dadurch unser Leben.

Einer dieser Impulse ist der Brauche. Er schlüpfte aus dem ersten Schrei des Säuglings, geboren aus dem drängenden Wunsch zu leben. Mit tränenfeuchten, großen Knopfaugen blickt er aus seinem pummligen Körper hinaus in die Welt. Seine Pauspacken und sein bunten, lockiges Fell lassen ihn gar niedlich und bedürftig erscheinen, sodass man ihm gerne etwas Gutes tut. Öffnet er jedoch seinen kleinen Schmollmund, so entschlüpft ihm ein Brüllen. Ein Brüllen, dass drängend und ungeduldig ist und direkt. Und nährt sich ihm das Begehrte, dann greift sein dreigliedriger Schweif danach und lässt es nimmer mehr gehen.

Der Wollen erwuchs aus der ersten Begierde. Die stechenden Augen über seiner schmalen Schnauze brennen vor Verlangen und die scharfen Krallen seines schlanken, sechsfüßigen Leibes sind bereit für den Kampf. Sein spitzer Schrei geht durch Mark und Bein. Er klingt fordernd und ist gespeist von der unbändigen Sorge, zu kurz zu kommen. Dieser Schrei erinnert an einen Angriff. Dieser Impuls ist stets bereit, seine hohen Ziele zu erreichen.

Auch gibt es den Sollte. Sein träger, dicker Körper behindert jede Bewegung und seine müden Augen blicken traurig in die Welt. Sein Rufen klingt stets wie ein erstickter Seufzer und wann immer er ihn tut, scheinen die harten Hornplatten auf seinem Rücken schwerer zu werden. Geboren ward er durch die äußeren Moralien, die seine vier hängenden Ohren gar gut entfangen und halten.

Die langen, sensiblen Schnurrhaare des Kann sind gar trefflich, um seine Nische zu finden. Und die kräftigen Beine seines muskulösen Körpers tragen ihn überall hin. Geboren ward dieser Impuls aus dem ersten Trotz. Er ist in jeder seiner Bewegungen stolz und kontrolliert. Er ist der Bruder des Wollen und gemeinsam können sie die Feuer des Trotzes entzünden und die Welt neu erschaffen. Doch zu welchem Preis?

Der Wunsch ist ein sanfter, gar unscheinbarer Impuls. Seine Augen sind zumeist geschlossen und seine Schnurrhaare vibrieren zu einer unhörbaren Melodie. Er ist geboren aus der reinen Demut und ist stets zurückhaltend, brav und vertrauensvoll. Er kuschelt sich gerne hinein in sein weiches, flauschiges Fell aus weiß-silbriger Wolle. Seine kurzen Beine tragen ihn nicht. Und will er sich bewegen, so öffnet er seine tiefen, traurigen Augen. Aus ihnen spricht eine so tiefe und rührende Sehnsucht, dass er getragen wird wo immer er hin will.

Der Muss entstand aus den ersten Regeln und Pflichten des Menschen. Regeln, die vom Außen herangereicht wurden an des Herzens Landschaft. Seine langen, schwarzen Haare fließen wie Teer über den Boden und machen jede Bewegung schwer. Seine schlaffen Ohren hängen schlapp hinunter und hören doch jedes auferlegte Wort. Dieser Impuls ist gar kräftig und trotz seines schweren Fells vermag er sich unerbittlich voran zu quälen. Was bleibt ihm auch? Denn seine vom filzigen Fell verborgenen Beine haben keine Knie und so kann er sich keine Pause gönnen. Zugleich ist dieser Impuls stets am Plappern und am Murmeln und ist nicht einen Augenblick lang still. Es ist ermüdend ihm zu lauschen. Denn er ist der Lauteste von allen und sein gemurmelter Schrei ist treibend und drängend.

Der Darf ist ein gar misstrauischer und scheuer Impuls. Seine großen, runden Ohren und die scharfen Knopfaugen eigenen gar trefflich, um Dinge von Außen wahr zu nehmen. Seine zierlichen Pfötchen sind hervorragend dafür, sich vorsichtig voran zu tasten. Und jegliche Bewegung, die er tut, tut er ausnahmslos mit der Erlaubnis anderer.

Das sind unsere Impulse. Geboren aus Mangel und Angst. Sie haben ihre Stärken, die uns durch das Leben tragen. Und sie haben ihre Schwächen, die uns bedrücken und binden. Der letzte Impuls, von dem ich erzählen werde, ist der Willmuss.

Der Willmuss ist ein gar possierliches Tierchen. Sein warmes Fell ist so weich wie Wattewolken und trägt auf dem Rücken ein lächelndes Gesicht als Muster. Das Fell ist dicht genug, um den Willmuss zu schützen und weich genug, dass man ihm etwas Gutes tun möchte. Sein rundlicher Kopf beherbergt neugierige Knopfaugen, eine Stupsnase und einen Mund, der ein ansteckendes Lächeln zu tragen scheint. Sein schnurrendes Maunzen ist nicht fordernd noch drängend, aber fest entschlossen in sich. Seine runden Ohren hören nur Gutes und wandeln jedes böses Wort in verdecktes Wohlwollen. Sein kuschliger Körper verbirgt eine immense Kraft und seine tappsigen Pranken verfügen über eine erstaunliche Anmut. Geboren ward dieser Impuls aus der Reinheit des Seins. Aus dem Gefühl von Richtigkeit und Entwicklung. Und alles an diesem Impuls spricht von einem untrüglichen Vertrauen in das Gute in der Welt.

Der Willmuss ist nicht laut doch unüberhörbar. Und wenn er spricht, werden die anderen Impulse still. Folgst du dem Willmuss und hörst ihm gut zu, so wird er dich tragen, wohin du gehörst. Denn er ist reiner als der Will und selbstbestimmter als der Muss. Er setzt Ziele ohne Mangel, Angst und Wut. Und er gibt dir, was immer du brauchst, um glücklich zu sein. Wann immer du also den Willmuss hörst, lausche ihm wohl. Und lass dich führen, wo dein Glück dich trifft.

„Mini-Körbe“

Die Reihe der „Mini-Körbe“ ist eine Sammlung an durchschnittlich 20×20 cm großen Körbchen, die in ihrem Design möglichst unterschiedlich sind. Ich wollte sie als Ansichtskörbe für Korbflecht-Seminare nutzen. Denn sie zeigen in den Kategorien Basis, Geflecht,  Muster, Rand und Zusatz (Deckel, Henkel und Form) alle Techniken, die zu vermitteln ich in der Lage bin. Hier möchte ich diese Techniken anhand dieser Mini-Körbe vorstellen und aufschlüsseln:


Basis:       Brett, einfach

Geflecht: 3 Fäden hell, rechts

Muster:   doppelte Einzelfaden, dunkel

Rand:       schmal über zwei

Zusatz:     Henkel, Einfadig geschlauft


Basis:      Basis: Brett, einfach, links

Geflecht: 3 Fäden dunkel, rechts

Muster:  Band mit Schleife

Rand:      2er-Zuschlag

Zusatz:    Henkel, sechs Fäden gewunden mit Schelle


Basis:      Brett, zweilagig hoch

Geflecht: 3 Fäden hell, links

Muster:  Perlen in Starken

Rand:      3er-Zuschlag

Zusatz:    Henkel, vier Fäden umwunden mit Kreuz


Basis:      Brett, hoch und schmal

Geflecht: 2 Fäden, hell, rechts

Muster:  Auslassung mit sichtbaren Starken

Rand:      doppelt hell zugesteckt, versäubert

Zusatz:    eingelassene Henkel


Basis:    Brett,  2er-Zuschlag

Geflecht: 5 Fäden, hell, rechts

Muster:  2 Fäden mit Richtungswechsel, hell

Rand:      einfach hell zugesteckt und versäubert

Zusatz:    Loch


Basis:      Brett, über zwei

Geflecht: 3 Fäden, hell, rechts

Muster:  3 Fäden dunkel, von Doppelfaden umrandet

Rand:      4er-Zuschlag

Zusatz:    Doppelfaden mit unterschiedlichen Farben


Basis:      Brett, dunkler Doppelfaden eingefädelt

Geflecht: 4 Fäden hell, 4 Fäden dunkel, übereinander, rechts

Muster:  hochwindend, hell über zwei, dunkel über drei

Rand:      3er-Zuschlag, versäubert

Zusatz:    dunkles Geflecht steht hervor


Basis:      Brett, nach Oben umwunden

Geflecht: 5 Fäden, hell, rechts

Muster:  Fischgräte (9-Fädig), dunkel

Rand:      zweifach dunkel zugesteckt, über zwei

Zusatz:    Deckel  mit Knubbelgriff


Basis:      8 Fäden gelegt, geknickt

Geflecht: 3 Fäden, hell, rechts

Muster:  Schichtfarbwechsel, 4 Fäden dunkel über zwei

Rand:      2er-Zuschlag

Zusatz:    Deckel mit geschlauften Griff, herausstehende Henkel


Basis:      9 Fäden gelegt, zugesteckt, Versäuberung mit Bogen

Geflecht: 3 Fäden, hell, rechts

Muster:  Geleimt

Rand:      Zacken mit Einzelfaden umwunden

Zusatz:    Flachdeckel mit Öse


Basis:      8 Fäden geritzt, gebogen

Geflecht: 2 Fäden, hell, rechts

Muster:  Rundboden

Rand:      breites Geflecht nach Außen

Zusatz:    Deckel mit beweglichem Ring


Basis:      8 Fäden geritzt, gesteckt, geflochten

Geflecht: 3 Fäden, dunkel, rechts

Muster:  Perlen in Flechtfäden

Rand:      nach Außen gelegt, zweifach geflochten

Zusatz:    Deckel mit Perlengriff 


Basis:      8 Fäden im Wechsel gelegt (mit Loch)

Geflecht: 3facher Doppelfaden, dunkel, rechts

Muster:  Doppelfaden

Rand:      hoch und Schmal mit doppelt dunkel zugesteckt

Zusatz:    Schalenform


Basis:      8 Fäden gelegt, geknickt, mit Sockel

Geflecht: 3 Fäden, rechts

Muster:  2 Fäden hell, 1 Faden dunkel

Rand:      hoch und schmal

Zusatz:    nach innen gewölbter Boden


Basis:      8 Fäden gelegt, zugesteckt, dunkel

Geflecht: 3 Fäden, hell und dunkel 

Muster:  allmählicher Farbübergang

Rand:      Bogen

Zusatz:    taillierte Form


Basis:      8 Fäden gelegt, umrundet, gesteckt, umgelegt

Geflecht: 3 Fäden, hell, rechts

Muster:  dunkle Einsätze, 1x gelegt und 1x umwunden

Rand:      2er-Zuschlag

Zusatz:    Schräg


Basis:      oval, 8 Fäden geritzt, gesteckt, geflochten

Geflecht: 2 Fäden, hell, rechts

Muster:  gekreuzte Starken

Rand:      einfach mit Ende draußen

Zusatz:    beweglicher Henkel


Basis:      Füllhorn

Geflecht: Einzelfaden, hell, rechts

Muster:  zugesteckte Starken (Erweiterung)

Rand:      doppelter Bogen

Zusatz:    /


Basis:      8 Fäden geritzt, gebogen

Geflecht: 2 Fäden mit Richtungswechsel, hell

Muster:  längliches Loch

Rand:      zugeschnürt

Zusatz:    / 


Basis:      Rahmenkorb

Geflecht: Einzelfaden mit Richtungswechsel, hell

Muster:  dunkler Einsatz

Rand:      doppelte Umrundung des Rahmen

Zusatz:    Henkel mit 5 Fäden umwunden


Basis:      Rahmenkorb

Geflecht: Einzelfaden mit Richtungswechsel

Muster:  Eingefärbt (mit ausgewaschener Leimfarbe)

Rand:      Schlaufen um Rahmen

Zusatz:    Henkel mit einem Faden umwunden


Basis:      8 Fäden gelegt, geknickt

Geflecht: 3 Fäden, rechts

Muster:  3 Farben

Rand:      Schmal über einen

Zusatz:    Wäscheleine


Basis:      12 Fäden gelegt, gebogen

Geflecht: 2 Fäden

Muster:  /

Rand:      Mehrfachgeflochten nach Oben

Zusatz:    leicht gewölbter Teller


Basis:      8 Fäden gelegt

Geflecht: 2 Fäden

Muster:  /

Rand:      einfacher Rand, links

Zusatz:    Untersetzer


Basis:      Doppelstarken mit einem durchgehend

Geflecht: Einzelfaden mit Richtungswechsel, hell

Muster:  Senke mit doppelter Umrundung

Rand:      Einfach, versäubert

Zusatz:    Dreiergriff und Säulen


„Schwangerschaft“

Da ich dazu neige, auch in meinen Alltag einen gewissen kreativen Ausdruck einzuflechten, war es natürlich selbstverständlich, dass ich auch die Verkündung einer Schwangerschaft davon nicht verschont lassen würde. Und da ich mir bereits länger sicher war, dass ich mit meinem Partner eine Familie gründen wollen würde, bereitete ich bereits 2019 ein Set vor, mit dem ich ihm die frohe Kunde mitteilen wollte.

 

Bleichshirt

Ich gestaltete bereits 2019 mit einem wirklich nur kurzzeitig im Internet gefundenen Design ein Bleichshirt und zwei 500ml Tassen. Für die zweite Tasse änderte ich das Design für das einer Frau mit Baby. Schließlich wollte ich auch eine haben.

 

Tassen

Als es dann 2022 so weit war, machte ich mit den beiden Tassen Fotos, um diese als Verkündigungs-Bild zu nutzen. Der absolut nicht planbar gefallene Schnee am ersten April gab den Fotos einen besonderen Charme.

 

Fotopuzzle

Eines dieser Fotos nutzte ich dann als Grundlage für ein Puzzle, mit dem unsere Eltern es erfuhren. Tatsächlich war diese Art der Verkündung ein ziemlicher Erfolg. Nicht zuletzt, weil beide Elternpaare es perfekt von außen nach innen puzzelten, wobei die Tassen als letztes kamen. Und dann überlegten sie kurz und ließen das Gesehene etwas sacken. 

 

    

„Bärenskat“

Zu einem Beziehungsjubiläum in 2014 fertigte ich meinem jetzigen Mann ein thematisches Kartenspiel. Angelehnt an unseren Nachnamen nahm ich mir Bären als Motive: Herz sind Eisbären, Kreuz Schwarzbären, Karo Braunbären und Pik Kragenbären. Ich versuchte die Bären in einer Mischung aus natürlich und vermenschlicht (bzw. mit menschlichen Attributen) umzusetzen. Hierbei wollte ich jeder Farbe ein Thema und jeder Karte einen Charakter geben.

Therapie-Karten, 2021

Im August 2021 zeigte mir eine psychologische Kollegin ihr eher improvisiertes „Schematherapeutisches Kartenset für die Arbeit mit dem inneren Kind“ . Daraus entwickelte sich ein Gespräch darüber, dass ich diese Karten bildnerisch umsetzen und zu einem Kartenset ausbauen könnte. Obgleich es nie eine direkte Auftragsarbeit war, arbeiteten wir eng bei der Erstellung des Kartensets zusammen.

Die Karten selbst erweiterten sich und wurden zu einem mehr als hundert Einzelbilder umfassendes Set, das sich in fünf Kategorien der schematherapeutischen Therapie unterteilt: Emotion, Bedürfnis, Kognition, Verhalten und Ziel/Heilung. Das Set ist mittlerweile fertig und Exemplare sind für 52,00 Euro zuzgl. 6,20 Euro Verpackung und Verstand im Shop erwerblich. 

Inhalt

Das an die schematherapeutische Theorie nach Young et. al. (2008) angelehnte Kartenset besteht aus einer Faltschachtel, einer grauen Anleitungskarte, 32 roten Emotionskarten, 30 grünen Bedürfniskarten, 14 violetten Kognitionskarten, 30 blauen Verhaltenskarten und 18 gelben Zielkarten (insgesamt also 125 Karten). Jede der 10,5×14,8 cm großen Karten ist vollfarbig auf glatten Spielkarton mit 410g/qm gedruckt. Auf der Vorderseite zeigen die Karten eine emotional anregende Illustration, während sich auf der Rückseite ein Begriff dazu findet. Das farbliche Design der Rückseite macht eine schnelle Unterscheidung der Bereiche möglich und erleichtert damit ein schnelles Greifen des Bereiches, mit dem situativ konkret gearbeitet werden soll. Die Bilder selbst sind digital nachbearbeitete Aquarelle, deren Design sich für die fünf Bereiche spezifisch unterscheidet. Zusätzlich hat jeder der fünf Bereiche je zwei leere Karten zur individuellen und situativen Erweiterung. 

Die Karten können beispielsweise der beiliegenden Anleitung entsprechend aufeinander aufbauend verwendet werden. Aber es ist auch möglich, sich auf nur eine Kategorie zu konzentrieren, um beispielsweise konkrete Bedürfnisse oder Ziele auszuarbeiten. Die Karten sind weiterhin nutzbar für Aufstellungen, Vorstellungsrunden oder für die kreativ-gestalterische Weiterarbeit. Auch für den spielerischen Umgang (zum Beispiel für eine Abwandlung von Dixit) sind sie geeignet.

Die Karten

Die Emotionskarten

Die 32 roten Emotionskarten zeigen abstrahierte Kinderfiguren in unterschiedlichen Situationen. Auf der Rückseite befinden sich bezeichnende Benennungen der jeweiligen Kind-Abbildungen. 

 

Die Bedürfniskarten

Die 30 grünen Bedürfniskarten zeigen gegenständliche Beispiele für unterschiedliche Bedürfnisse. Auf der Rückseite sind diese Bedürfnisse konkret benannt.

 

Die Kognitionskarten

Die 14 violetten Kognitionskarten zeigen hälftig die Beziehungsqualitäten männlicher und weiblicher Bezugspersonen. Auf der Rückseite werden diese beschreibend formuliert.

 

Die Verhaltenskarten

Die 30 blauen Verhaltenskarten zeigen abstrahierte Erwachsenenfiguren (weiblich). Auf der Rückseite werden diese manifestierten Verhaltensmuster benannt.

 

Die Zielkarten

Die 18 gelben Zielkarten zeigen symbolisch darstellende Hände. Auf der Rückseite befinden sich formulierte Anregungen für Ziele.

„Märchengewandungen“

Über die Zeit habe ich mehrere Märchen geschrieben und drei mal dreizehn davon in voll illustrierten Bilderbücher veröffentlich. Um diese Bücher unter die Menschen zu bekommen, wollte ich mit ihnen auf Märkte gehen. Dies entwickelte nach und nach ein gewisses Eigenleben und umfasste bald auch Lesungen. Nun wollte ich aber mit meinem gesamten Auftreten eine gewisse Stimmung setzen, die auf die Bücher neugierig macht, und so schneiderte ich 2018 meine erste Märchengewandung. Dies trug sich fort und da es mir so unheimlichen Spaß machte, diese individuellen Gewandungen zusammen zu stellen, folgten noch viele weitere Gewandungen. Auf diese Gewandungen folgten dann Aquarelle der Kleider, die sich bei meinen Projekten finden. Hier möchte ich nun aber die geschneiderten Gewandungen – gesondert von meiner Schneiderei – nochmal ausführlicher präsentieren. 

„Das Marktmädchen“ (2018)

Dieses Gewand war mein erstes und ist nach wie vor mein Liebling. Es ist bislang das komplexteste und hat die Meisten Schichten.

Ich wollte ein wallendes Kleid aus zurückhaltend-erdigen Farben, das bei jedem Schritt den Blick frei lässt auf mehrere Unterschichten. Dafür machte ich einen Überzug, der zwei Schlitze hat. Dadurch wirkt es schlicht und geschlossen, zeigt beim Schreiten aber die unteren Schichten.

Da dies mein erstes Kleid war und das Grundkonzept des Märchenverkaufs sich mit einem eher „mobilen“ Stand auseinandersetzte, habe ich hier auch einen Tragekorb für die Ansichtsexemplare und Hüfttaschen für die Verkaufsexemplare gefertigt.

Dieses Kleid trug ich bei meinen ersten Auftritten in der Öffentlichkeit – beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt von Schloss Berlepsch in 2018.

Das Unterkleid besteht aus zwei Lagen, wobei die untere sehr weit und fließend ist. Die unteren Ärmel sind Trompetenärmel.
Für kältere Tage kann dieses Unterkleid als wärmendes Extra mitgetragen werden. Außerdem schließt es das Dekoltee mit einem hohen Kragen.
Dies ist der Hauptteil des Kleides. Durch die mittlere Bahn ist es nicht zu offenherzig und wirkt erstmal schlicht und schick.
Dies ist eine schlichte Corsage mit seitlicher Verstärkung und voderer Schnürung.

Extra für dieses Outfit fertigte ich noch einen warmen, gefütterten Mantel aus Kunstleder mit Aufstellkragen.
Zu diesem Outfit gehört – neben den Standards von Mütze, Gürtel und Tasche – noch eine selbstgefertigte Kette.
Außerdem habe ich zusätzlich „Tragetaschen“ für die Verkaufsexemplare gefertigt, um mobil zu sein. Mit den mittlerweile 39 unterschiedlichen Büchern brauche ich diese aber nicht mehr.
Außerdem gehört zu diesem Outfit der „Marktmädchenkorb“, in dem die Bücher präsentiert werden können.

„Das Ornamentkleid“ (2019)

Bei diesem Gewand wollte ich einen schlicht-pompösen Zweiteiler machen. Die meisten meiner Kleider hatten bis dahin mehrere Lagen, aber hier passte es nicht zu dem Konzept.

Die beiden verwendeten Stoffe hatte ich bereits vorher und es reitzte mich, mit den Ornamenten darauf zu arbeiten. Daher schließt sich das Kleid mit einem „Lappen“ über der Brust, der mit Perlen zugeknöpft wird. Das Kleid wird nach unten voluminöser und erzeugt damit einen edlen, sommerlich-lechten Eindruck. Die selbstgemachte Perlenkette vollendet das aparte Outfit.

Das Kleid ist recht luftig und daher ein wundervolles Sommergewand. Ich trug es auf dem Sommerfest des Tierparks Sababurg.

Das leicht steife Unterkleid hat ein ausschweifendes Volumen, was dem Überzug einen besonders schönen Fall ermöglicht. Die Puff-Ärmel sind mit Perlen verschlossen.
Das perlenumrahmte Bruststück mit dem prominent hervorgehobenen Ornament fällt besonders ins Auge. Die weißen Säume runden das Bild ab.
Für die lauen Sommerabende gehört noch ein gefütterter Kapuzenmantel mit Überwurf dazu.

Grünes Kleid (2019)

Auch dieses Gewand sollte eher schlicht werden. Ein einfaches Marktkleid mit einer schicken Schnürung auf der Brust und einem langen, sich sanft mitbewegenden dunklen Gürtel.

Weiterhin ist der Rüschenkragen hervorzugeben, der dem Dekoltee schmeichelt. Und eine zusätzliche Besonderheit sind die von mir handgefertigten Ösen, durch die die Frontschnürung gefädelt wurde.

Das Kleid ist eher schlicht gehalten, aber erhält genau darüber seine reizvolle Eleganz. Zudem ist es ein sehr leichtes und weich fallendes Sommerkleid.

Das Unterkleid ist unheimlich weich und fließend.
Das Überkleid wirkt auf den ersten Blick etwas schlicht, ist aber auf ein geschmackvolles Minimum reduziert.

„Die Piratin“ (2019)

Bei diesem Kleid reitzte mich die Idee, einen langen Überwurf aus Kunstleder mit Schließen über der Brust zu machen. Auch hier wurden es mehrere Lagen, die sich an unterschiedlichen Stellen zu einem Kleid ergänzen.

Das fertige Design erinnerte an einen Piratenmantel, was den Spitznamen dieses Outfits begründete.

Diese Gewandung trug ich beispielsweise beim Kreativmarkt in Höxter und beim Kinderfest auf Schloss Berlepsch.

Das hinten gebundene Unterkleid schmeichelt der Figur und trägt sich unglaublich angenehm.
Der Überwurf ist aus leichten, roten Wollstoff, Er bildet durch seine Farbe einen angenehmen Farbklecks in der Gewandung.
Der Rock bildet einen sanften Übergang zwischen der Jacke und dem roten Überwurf.
Der Überwurf wird mit einer dichten Bahn an selbstgefertigten Haken verschlossen und erinnert an einen robusten Abenteurermantel.

„Die Dunkle Fee“ (2019)

In der ursprünglichen Idee sollte dieses Gewand eher rubust, winterlich und dunkel wirken. Letztlich formte dies den Spitznamen dieses Kleides. Außerdem erfeute mich sehr, dass es hervorragend zu einer älteren Jacke (2016) passt.

Dieses Outfit ist sehr stufenhaft gearbeitet, wobei sich hellere und dunklere Eben abwechseln. Das helle Unterkleid bringt zusätzliche Leichtigkeit und setzt einen Gegenpol zum schweren Wollgeflecht.

Ich trug es zum Beispiel beim „Märchentag“ auf Schloss Berlepsch.

Die engen Ärmel dieses warmen Unterkleides sind seitlich geschnürt.
Der leichte, braune Überwurf ergänzt erdige Leichtigkeit. Die Ärmel können mit Schnüren in die Armbeuge gebunden werden.
Der untere Saum des Wolloberteils ist naturbelassen. Die Ärmel sind ausgestellt, sodass sie auch unter der Corsage noch sichtbar sind.
Die Corsage ist eher breit und rustikal, was den Stil des Gewandes unterstützt.
Zu diesem Outfit gehört ein zweiteiliger Mantel. Neben dem langen Hauptmantel hat er noch einen hinten spitz zulaufenden Überwurf mit Stehkragen.
Neben einem Mantel kann auch diese Jacke als wärmenden Überzug für kalte Winterabende genommen werden.

„Die Elfe“ (2019)

Dieses Gewand ist unglaublich leicht, fließend und zart. Der braune Stoff des Unterkleides war so weich, dass ich ihn auch für die Unterkleider anderer Gewandungen nutzte (Peach und grünes Kleid). Die Spitze ist nur auf der Vorderseite und schließt sich mit Knöpfen unter den Armen. Die am Unterkleid angebrachte Bauchschnürung bringt diese Spitze stilvoll in Form und der Gürtel verschwindet unter der Spitze. Da der Rücken aber eher schlicht ist, gibt es den Überwurf, der das Kleid wundervoll ergänzt.

Dieses Kleid trug ich unter anderem bei meinem ersten Märchendinner im daFranco. Denn es passte stimmungsmäßig am Besten zu dem vorgelesenen Märchen „Der Weg zu den Sternen„.

Das Unterkleid verfügt über eine ungewöhnliche Front-Schnürung, die den Spitzenüberwurf elegant einfasst.
Der Spitzenüberwurf hat einen schlichten Rückenteil und ist mit Knöpfen unter den Armen zusammengefasst.
Der braune Saum fügt den gräulichen Überwurf in das bräunliche Esamble ein.
Passend zu dem luftigen Outfit kann dieser Sommermantel ergänzend dazu getragen werden.

„braune Rüsche“ (2022)

Farblich in erdtönen gehalten hat dieses Kleid die Möglichkeit, schlicht oder rüschig getragen zu werden. Dies liegt an dem „Oberteil“, das über dem schlicht gehaltenen, ärmellosen Unterkleid getragen werden kann. An diesem sind sowohl der Kragen als auch beide Schichten der Ärmel befestigt.

Die Ärmel bestehen aus einem langen Teil in der Farbe des Unterkleides und geschlitzten, ellbogenlangen Ansätzen des Überzuges. Der Überzug hingegen hat eine leichte Verlängerung der Schultern, um über den Übergang zu den Ärmeln hinweg zu täuschen. Außerdem zieht das dunkle Saumband den Braunton der tief ausgeschnittenen Corsage über das gesamte Gewand. 

Dieses geschnürte Oberteil beinhaltet den „pompöseren“ Teil des Kleides: Die zweilagigen Ärmel und den Rüschenkragen. Es kann im Essamble getragen oder weggelassen werden.
Der Überzug hat mittig einen großen Schlitz und leicht angedeutete Schulterausläufe, damit damit nicht so auffällt, dass die Ärmel eigentlich zur darunter liegenden Schicht gehören.
Die Corsage ist mit einem tiefen Ausschnitt und drei Schnallen versehen. Außerdem ist sie mit einem dunklen Saumband umrandet.
Das Kleid kann auch ohne das Oberteil getragen werden, wodurch es schlichter und sommerlicher wird.

„lila Kleid“ (2020)

Mit diesem etwas rustikaleren Gewand wollte ich ein Herbstkleid fertigen. Die erdigen, teilweise lilafarbenden Töne und der schwere Saum erzeugen den Eindruck von Stabilität und Gesetztheit. Außerdem wollte ich hier eine Unterbrustcorsage fertigen, die mit farblich passenden Knöpfen zugebunden wird.

Da das Unterkleid etwas zu kurz geworden war, fügte ich den schweren, lilafarbenden Saum an, dessen Stoff sich auch in der Gugel und in der Corsage wieder findet. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es wirklich Vergnügen macht, diesen festen und volumengebenden Saum beim Gehen vor sich her zu schieben.

Dieses hinten geschnürte Unterkleid mit engen Ärmeln verfügt über einen verstärkten Ziersaum.
Die Ärmel dieses Überzuges sind sehr ausgestellt und der mittlere Schlitz lässt Blick auf das dunkle Unterkleid.
Die Unterbrustcorsage verfügt über eine Reihe lilafarbender Knöpfe.
Zu diesem Gewand gehört ein kleiner, gefütterter Mantel.

„Wasserblau“ (2020)

Als ich einen leicht transparenten, fließenden blauen Leinenstoff fand, wollte ich dieses blaue Gewand fertigen. Das Gewand verfügt über ein weiches, dunkelblaues Unterkleid und hat dann diesen mit Einsätzen voluminös gefertigten Leinenstoff. Ärmel und Kragen können über dieses Kleid gezogen werden. Der Überzug ist wieder aus steiferen Stoff, der mit Haken unsichtbar aneinander schließt und durch den breiten Gürtel gehalten wird.

Auch als schlichtes Sommerkleid tragbar gewinnt dieses Kleid durch Keileinsätze zusätzliches Volumen.
Der ausschweifende Kragen und die Puff-Ärmel können seperat an dem Kleid befestigt werden.
Der steifere Stoff des Überwurfes wird durch Harken zusammengehalten und gibt dem Esamble Form.

Blaue Spitze (2021)

Dieses Kleid ging im Design größtenteils von den Spitzeneinsätzen aus. Ich hatte sie eigentlich mit einem farbgleichen Stoff kombinieren wollen, aber sie passten überaus gut zu dem hellblauen Mantelstoff mit den cremfarbenden Ornamentstickerein. Durch die Spitze entstand auch eine ganz besondere Art von Ärmeln.

Dieses Kleid kann mit oder ohne Unterrock getragen werden. Mit hat es den Vorteil, dass es ein bisschen mehr Volumen bekommt, wodurch die unterschiedlichen Schichten etwas besser hervorstecken.

Das dunkle Unterkleid verfügt über lange Ärmel und eine Rückenschnürung. Der dunkle Stoff ist sehr weich und angenehm zu tragen.
Der an der Taille geschnürte Rock hat eine mittige Bahn, sodass durch die dadurch entstehenden Schlitze das dunkle Unterkleid besser zur Geltung kommt.
Die blaue Corsage ist hat vorne Schnallen und hinten eine Schnürung. Damit ist sie für mehrere Größen flexibel nutzbar.
Der offene Mantel hat cremfarbende Ornamentstickerein, die gut mit den hellen Spitzeneinsätzen harmonisieren.

„Blumen“ (2019)

Hierbei handelt es sich wieder um einen eher schlichten und sommerlichen Zweiteiler. Das blaue Unterkleid wird von einem Überwurf mit blauem Blumenmuster umflossen. Durch die wenigen Lagen, den luftigen Schnitt und die verwendeten Stoffe ist dieses Kleid gut für heißere Tage geeignet.

Da der Überwurf nur von einem Gürtel gehalten wird, fällt er nicht immer wie gewünscht, aber er trägt sich trotzdem gut.

Im Rahmen dieses Kleides entstand noch ein blauer Mantel mit einer ergänzenden Gurgel, die nun auch mit anderen blauen Outfits verwendet werden können.

Ich trug dieses Kleid, als ich in die Lilli-Jahn-Schule zu einer Lesung eingeladen worden war. Sie hatten dort eine Projektwoche über Bücher.


„Rosen“ (2020)

Dieses Gewand entstand durch das Finden des Rosenstoffes, der für die Jacke verwendet wurde, und entwickelte sich überaus prozesshaft. So sollte der helle Überwurf eigentlich eine zusätzliche, mittlere Bahn haben, aber das sah nicht gut aus. Und bei der Jacke war so unklar, welche Seite außen sein soll, dass eine Wendejacke entstand.

Das Motiv der Rose findet sich in diesem Esamble wiederholt in der Jacke, dem Kragen und den Knöpfen der hellen Seite.

Der Kragen des Unterkleides wird von einer zierlichen Rosenbrosche zusammengehalten.
Der Überwurf verfügt über einen sehr volumunösen Kragen und weite Rüscheärmel, die durch die Jacke hindurch sichtbar sind.
Auf der dunklen Seite der Wendejacke sind die Nähte mit dicken dunkelbraunen Streifen hervorgehoben, was den Schnitt betont.
Die helle Seite der Wendejacke wird durch Zierhaken mit Rosen zusammengehalten.
Dies sind die Haken mit Zier-Röschen, mit denen die helle Seite der Wendejacke geschlossen wird.
So sieht das Esamble mit der hellen Seite der Wendejacke aus.

„Weißer Schwalbenschwanz“ (2021)

Die weiße Jacke hat leichte Ornamente, die sich dezent vom weichen Leinenunterkleid abheben. Durch die leichten Stoffe ist dieses Kleid sehr sommerlich und gut für heißere Tage geeignet. Die Schnürung der Jacke macht das Anziehen etwas umständlich, aber wirkt durch die längeren Seiten sehr hübsch.

Ich hatte es schon mal bei einer anderen Märchengewandung versucht, die entsprechenden Gesichtspunkte dieses Outfits zu treffen: Hell, sommerlich, Schwalbenschwanzjacke. Aber dieses Set scheint mit gelungener.

Der schlichte Unterrock hat eine taillierte Schnürung.
Das Überkleid hat vorne zwei Schlitze, wodurch der auf diesem Bild ergänzte Unterrock durchschimmert. Obwohl die Farben nahezu identisch sind, entsteht trotzdem ein komplexerer Eindruck.
Die Jacke hat hinten einen leichten Schwalbenschwanz, eingeschnittene Ärmel und eine Schnürung vorne.
Dieses Bild zeigt das Outfit von hinten, wodurch der Schwalbenschwanz der Jacke im Ensemble wirkt.

„grüne Spitze“ (2020)

Ursprünglich war dieses Esamble für eine alte Jacke von 2013 gedacht und sollte darauf aufbauen. Dann ergab sich aber doch, dass eine eigene Jacke gefertigt wurde, die ähnliche Designmerkmale hat, aber besser zu diesem Gewand passt.

Das frische Grün in Kombination mit dem Baige und der Spitze soll einen frühlingshaften, unbeschwerten Eindruck erzeugen.

Das Unterkleid ist am Rücken und an den Ärmeln mit feinen Holzknöpfen geschlossen.
Dieser Rock besteht aus zwei Schichten. Einen Spitzenrock mit dunkelgrünem Untergrund und einem frühlingsgrünen Überwurf, der sich an die Jacke schmiegt.
Diese Jacke wurde extra für dieses Esamble gefertigt und schmiegt sich hervorragend an die anderen Elemente an.
Diese Jacke bildet die Inspiration für dieses Esamble und kann auch damit getragen werden.

„Peach“ (2019)

Auch dieses Kleid hat den weichen, braunen Unterstoff, den auch zwei der anderen Gewänder haben. Dieses Mal ist es ein kurzärmliger Schnitt, der die Unterarme frei lässt.

Der grüne Stoff verfügt über eine sehr weiche Oberfläche, die an die Haut eines Pfirsichs erinnert (daher der Spitzname). Das Design entwickelte sich sehr prozesshaft. Ich wollte mich nicht wiederholen und so entstand etwas sehr asymetrisches.

Der weite Kragen und die kurzen, mit Bändern versehenen Puff-Ärmel bestimmen das Design dieses Unterkleides.
Das Assymetrische Kleid verfügt über eine seitliche Schnürung, ausgestellte Schultern und verschiedene Stellen, an denen der Stoff flattern kann.
Die Corsage dieses Esambles ist breit geschnitten und an den Seiten zu schnüren, damit es sich gut mit der seitlichen Schnürung des Überwurfes zusammenfügt.