Ich stand mal an einem Ort, wo ich mich nicht wohl fühlte. Und ich begann, an mir zu arbeiten und mich zu entwickeln. Nach einer Weile fand ich mich aber an der selben Stelle wie zuvor. Und ich fluchte und wütete und schrie. Schließlich machte ich mich erneut auf den Weg … nur, um mich einige Zeit darauf wieder an der gleichen Stelle zu finden. Da fiel mir auf, dass es nicht wirklich die Selbe Stelle war, sondern eine ähnliche. Ohne es zu merken war ich mir selbst immer näher gekommen. Die „Selbe“ Stelle war nur ähnlich. Und ich würde sie auf meinem Weg zu mir selbst noch ein paar mal passieren, bevor ich endlich bei mir ankommen würde. Aber das ist in Ordnung. Und jetzt genieße ich den Weg und bin stolz auf meine ständigen Fortschritte.
Muster austauschen
Ich wurde geboren als ein glückliches Kind. Ich war überzeugt, dass ich großartig bin und alles erreichen kann, was ich mir vornehme. Dann aber wurde mir anderes erzählt. Ich behauptete mich dagegen. Schließlich kannte ich doch die Wahrheit! Aber der Schwall an Abwertungen hörte nicht auf. Und es kam von den Erwachsenen … und die haben doch Recht, oder?
Also begann ich, ihnen zu glauben. Und ich wuchs mit ihren Überzeugungen auf.
Jetzt ist da wer, der mir nette Dinge sagt. Aber die Person irrt sich! … oder nicht? Ich meine … ob ich wirklich wertvoll bin oder wertlos … wer weiß das schon? Keines von beidem kann zweifelsfrei bewiesen werden und ist allzu oft vom Kontext abhängig. Keines von beiden hat den ultimativen Wahrheitsanspruch. Es ist nichts, als die Entscheidung für ein Weltbild. … also kann ich doch entscheiden, oder nicht?Wenn eh beides nur eingeredete Selbsthypothesen sind? Klar, das negative begleitet mich schon länger. Daher ist es leichter, dabei zu bleiben. Aber es hat mir bisher nicht wirklich gut getan. Daher versuche ich jetzt mal was Neues.
Mein Trauma muss mal Gassi gehen
Ich habe einen Hund. Er wurde mir vor einer ganzen Weile geschenkt. Dabei wollte ich nie einen Hund. Vor allem nicht so einen: er macht seinen Haufen ständig auf dem Teppich! Völlig ohne Vorwarnung …. zumindest dachte ich das bisher.
Letztens habe ich uns mal beobachtet. Den Hund und mich. Ich war beschädigt und mein Hund begann zu winseln. Aber es passte nicht in meine Planung, also ignorierte ich es. Dann legte er fiepend seine Schnauze auf mein Bein. Aber ich war beschäftigt, daher wischte ich sie fort. Dann brachte er mir seine Leine. Abwesend nahm ich sie, sagte „später“ und legte sie neben mich auf den Schreibtisch. Dann kratzte er an der Haustür. Aber ich war von seinen ständigen Unterbrechungen genervt, daher fuhr ich ihn an, dass er still sein sollte. Und dann … dann roch es plötzlich nach Hundescheiße.
Sofort unterbrach ich meine Arbeit, sah den Haufen auf dem Teppich, schimpfte mit meinem Hund und machte mich sogleich daran, die Sauerei wegzuputzen.
Plötzlich stockte ich. Mir fiel auf, dass er versucht hatte mir Bescheid zu sagen. Ich hatte nur nicht zugehört. Warum war ich also auf den Hund wütend, der alles getan hatte, was in seiner Macht stand?
Und dann überlegte ich, ob es noch andere Bereiche gibt, wo ich frühe Warnzeichen nicht wahrnehme, weil ich zu beschäftigt bin … und mir fiel etwas auf:
Ich habe ein Trauma. Ich wollte es nie haben, es wurde mir von äußeren Ereignissen aufgezwungen. Und die Erinnerung daran kommt immer in sehr unpassenden Momenten und ist sehr heftig. Aber wenn ich es beobachte, so muss ich doch zugeben, dass meine Traumaerinnerungen eigentlich nicht unangekündigt kommt. Es sind stets die gleichen Situationen der Selbstverleugung, in denen es kommt. Dann fühle ich mich zuerst beklommen. Dann beginnt mein Herz zu rasen. Dann werden meine Hände klamm. Ich fühle mich hilflos und ausgeliefert. Mein Kopf macht zu. Und schließlich breche ich zusammen.Ich brauche dann eine lange Zeit, um mich zu beruhigen, zu sammeln und wieder zu funktioniere.
Was würde wohl passieren, wenn ich nicht erst dann reagieren würde, wenn ich bereits zusammengebrochen bin?
Sondern schon vorher auf mich achte, mich schone und versuche, aus der belastenden Situation heraus zu kommen? Nun … jetzt gehe ich erst mal mit meinem Hund Gassi. Er hat mir wieder seine Leine gebracht. Übrigens habe ich festgestellt, dass diese Pause auch nur sehr gut tut. Und mein Teppich dankt es mir auch.
„Lichtboxen“
Ein Freund von mir verfügt über einen 3D-Drucker und hat sich damit verschiedene Lichtboxen gemacht. Dies inspirierte mich dazu, eigene Lichtboxen zu entwerfen.
Die erste Lichtbox, die ich entworfen habe, bezieht sich auf unsere Endzeit-Larpgruppe der „Schwingen des Stahls“, für die ich ja schon das eine oder andere entworfen habe. Für das Bild habe ich ein professionelles Bild von Boris Leist von 2015 als Basis genommen. Dann habe ich verschiedene Fotos von Gruppenmitgliedern genommen, und habe sie komponiert, sodass ein stimmiges Gesamtbild entstand. Dann habe ich das Bild in Ebenen geteilt, sodass durch die Beleuchtung von Hinten ein Tiefeeffekt entstehen kann.
Tatsächlich bin ich sehr zufrieden mit dem fertigen Ergebnis. Auch, wenn viele der digitalen Details nicht mehr sichtbar sind.
Meine zweite Lichtbox war für meinen Schwager. Es ist das gleiche Motiv wie bei dem Bleichshirt, das ich 2022 für ihn gemacht habe. Nur ist es durch die verschiedenen Lagen an Pflanzen und Bergen etwas komplexer und tiefer geworden.
Geschichtsillustration 2024
Der Autor hatte die Geschichte bereits seit Jahren im Kopf und hatte laut eigener Aussage immer schon Interesse daran gehabt, sie zu einem Bilderbuch zu machen. Durch die Geburt seines ersten Enkelkindes wurde dieser Traum wieder präsenter und er bat mich, die Illustrationen zu übernehmen. Es entstand ein Prozess, in dem sich die Bilder und auch die Geschichte immer wieder etwas veränderten.
Tattooskizze, 2021
In 2021 scherzte ich mit ein paar Kollegen über ein Tattoo, für einen von uns. Einer sollte das Tattoo bekommen, einer das Motiv wählen, einer den Ort und ich sollte es designen. Obwohl der Kollege, der das Tattoo bekommen sollte, durchaus überlegte, sich eins stechen zu lassen, wussten wir alle, dass es ein Witz war. Nur … ich war halt tatsächlich motiviert und skizzierte ein bisschen herum und gab dem Kollegen diese beiden Entwürfen. Nicht mit der geringsten Erwartung, dass das irgendeine Konsequenz haben würde. Aber das war völlig in Ordnung. Ein paar Wochen später, nahm er mich zur Seite, zog sein Hosenbein hoch und zeigte mir ein frisch gestochendes Tattoo. Es war einer meiner Entwürfe. Er hatte sich tatsächlich dazu entschieden, den kollegialen Scherz einer gemeinsamen Arbeitspause für sich anzunehmen. Das freute mich extrem.
Sumas Gewandung 2022
In 2022 fragte mich die befreundete Fotografin Suma Spiegelglas, ob ich ihr eine Larp-Gewandung für eine StarWars-Kantina machen könnte. Sie würde „Twielk“ spielen wollen. Sie zeigte mir ein Kleid, an dessen Schnitt ihr Outfit angelegt sein sollte. Aber es sollte in sandigen Farben sein. Wir konzipierten zusammen diesen Zweiteiler, da dies für eine gewisse Komplexität der Gewandung führte und sie zwar ein dunkleres braun haben wollte, aber ein schon eingeplanter Harnes sehr hell sei. Die Zweifarbigkeit fügte dann das gesamte Outfit harmonisch zusammen. Die Zubehör (einen Harnes und das Kopfteil) erhielt sie wo anders. Letztlich war sie sehr zufrieden mit dem Outfit.
03.12.2022 berlepscher Winterzauber
Am 03.12.2022 war ich wieder auf Schloss Berlepsch. Dieses Mal heißt das Event „Winterzauber“. Ich habe mich sehr gefreut, nach der Coronapause wieder angefragt worden zu sein und das Team wieder zu sehen.




































